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[op_liveeditor_element data-style=””][text_block style=”undefined” align=”left”]TAG 32: Wenn der Tag zuende geht

Wenn der Tag zu Ende geht, dann ziehe ich los um meine Sicht auf die Dinge fotografisch festzuhalten.

Meine Leidenschaft zur Fotografie (und hier speziell zu sogenannten „Langzeitbelichtungen“ oder der „Fotografie im Dunkeln“ allgemein) sind meinem damaligen Job als Revisor geschuldet. In dieser Zeit war ich des öfteren quer durch Deutschland unterwegs und hatte erst am Abend Freizeit und somit Gelegenheit zum fotografieren. Und was kann man schon in der Dunkelheit „ablichten“ ?

Darum soll es in diesem Artikel gehen, denn Langzeitbelichtungen ist ein Thema, das vielseitiger ist, als man zuerst vermuten würde… denn nicht jede Langzeitbelichtung ist in der Nacht entstanden, und nicht jede Nachtaufnahme ist eine Langzeitbelichtung ![/text_block][/op_liveeditor_element]

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[op_liveeditor_element data-style=””][text_block style=”undefined” align=”left”]Sonnenuntergang

Bevor der Tag jedoch zu Ende geht, kommt erst einmal noch der Sonnenuntergang. Im Prinzip gelten hier die gleichen Regeln, wie beim Sonnenaufgang (wenn du die noch nicht gelesen hast, dann geh nochmal zurück). Hier nochmal kurz zusammengefasst:

– Equipment zusammen packen
– Tour vorplanen
– Fotos unterbelichten
– Fotos in RAW aufnehmen
– Stativ verwenden

Finde zuerst den Vordergrund

Das beste Rezept für ein gutes Sonnenuntergangsfoto besteht darin, irgendein interessantes Objekt in den Vordergrund zu rücken. Das könnte ein Teich sein, eine Seebrücke oder was auch immer sonst. Finde einfach etwas Interessantes, um es in den Vordergrund zu stellen. Damit lässt du dein Bild dreidimensional wirken.

Platziere die Horizontlinie nicht in der Mitte des Fotos

Eine allgemeine Regel beim Sonnenuntergang fotografieren besagt, den Horizont im unteren Drittel des Fotos zu platzieren. Wenn der Sonnenuntergang jedoch eher trüb und schwer wirkt, dann solltest du ihn im oberen Drittel platzieren. Die Drittelregelung leistet dir auch hier gute Dienste.

Behalte den Rückspiegel im Blick

Sonnenuntergang fotografieren bedeutet nicht nur die Sonne zu fotografieren. Manchmal spielen sich die schönsten Szenen gerade hinter dir ab, wenn du Richtung Sonne schaust. Verpasse diese prächtigen Landschaften nicht – dreh dich ab und zu um und beobachte deine Umgebung. Der Sonnenuntergang erzeugt wunderschönes, warmes Licht, welches weich auf die Landschaft fällt. Vergiss also nicht, über deine Schulter zu sehen.

Bleibe länger

Der Himmel wird sich für gewöhnlich etwa 25 Minuten nachdem die Sonne unterm Horizont abtaucht, noch einmal mit Farben aufhellen. Die meisten Fotografen verpassen diesen zweiten Sonnenuntergang – und dabei ist er meistens schöner als der Erste!

Sonnenuntergang

Vergiss den Auto-Weißabgleich

Schalte den Weißabgleich auf „Schatten“ um, und du wirst wunderschöne warme, goldene Farbtöne aus dem Sonnenuntergang herausholen.

Warte auf die richtigen Wolken

DIe idealen Bedingungen zum Sonnenuntergang fotografieren herrschen an einem teilweise bewölkten Tag. Wenn die Wolken nur eine flache, graue Decke bilden, wird es nichts mit dem Sonnenuntergang. Warte auf lückenhafte Wolkenfelder.

Kameraeinstellungen

Solange die Sonne noch am Himmel steht kannst du im Zeitautomatik-Modus fotografieren. Das bedeuet, dass du die Blende manuell einstellst, und die Kamera die Verschlusszeit automatisch regelt. Diesen Modus kannst am Rad oben bei deiner Kamera einstellen. Bei Nikon ist das der „A“ Modus, bei Canon „Av“. Schalte dann ganz auf den manuellen Modus „M“ um, sobald die Sonne unter den Horizont eintaucht.

Solange die Sonne noch zu sehen ist, ändern sich die Lichtverhältnisse schnell. Aus diesem Grund ist es etwas einfacher, in dieser Phase beim Sonnenuntergang fotografieren den A-Modus zu nutzen. Bei gedämpften Lichtverhältnissen wird die Belichtungsmessung deiner Kamera häufig ungenau sein, so dass nach dem Sonnenuntergang der manuelle Kameramodus die bessere Wahl ist.[/text_block][/op_liveeditor_element]

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[op_liveeditor_element data-style=””][text_block style=”undefined” align=”left”]Blaue Stunde

Nachdem die Sonne dann nun endgültig untergegangen ist, ist es Zeit für die „blaue Stunde“. Mit dem Begriff „blaue Stunde“ ist die besondere Färbung des Himmels gemeint, die während der Dämmerung nach dem Sonnenuntergang, aber noch vor Eintritt der kompletten Dunkelheit eintritt. Dabei ist die Sonne schon komplett hinter dem Horizont verschwunden. Eigentlich ist der Begriff „Stunde“ etwas verwirrend, denn meist beträgt die Zeitspanne in unseren Breitengraden lediglich 15-20 Minuten !

Für das Auge ist es eigentlich schon mehr oder weniger dunkel, durch die längeren Belichtungszeiten wird aber das vorhandene Restlicht gesammelt und belohnt die Fotos mit einem tiefen und satten Blau (vorausgesetzt, der Himmel ist nahezu Wolkenfrei).

Blaue-Stunde-Hannover

Wer sich vorab schon informieren will, der kann sich über die genauen Zeiten des Sonnenuntergangs, der Sonnenrichtung, der Mondphasen und vieles mehr z.B. mit einer App informieren: http://app.photoephemeris.com/

Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch über den Dämmerungsrechner von Jens Koßmagk schlau machen.

Blaue Stunde richtig fotografieren

Um die blaue Stunde richtig auf das Foto bannen zu können, sollte man ein paar Dinge beachten, denn es ist zum richtigen Zeitpunkt nur noch wenig Licht vorhanden.

Daher ist eine gewisse Vorbereitung notwendig. Du solltest dich rechtzeitig am gewünschten Ort einfinden (ruhig schon 30 Minuten früher), damit du deine Kamera/Stativ in Ruhe aufbauen und ausrichten kannst. Vergiss nicht einen evt. vorhandenen Bildstabilisator abzustellen, wenn du das Stativ nutzt !! Hilfreich ist natürlich auch ein Fernauslöser, um Verwicklungen beim Auslösen der Kamera zu vermeiden. Wer keinen Fernauslöser hat, kann das ganze auch mit dem verzögerten Selbstauslöser der Kamera umsetzen. Danach geht es an die Kameraeinstellungen.

Blaute-Stunde-Koeln

Kameraeinstellungen „Blaue Stunde“

Der Autofokus wird in der Dunkelheit nicht richtig funktionieren. Daher schalte ich diesen an der Kamera (und evt. auch am Objektiv) ab. Ich stelle dann die Kamera auf „Unendlich“ (das ist das Zeichen, welches wie eine liegende 8 aussieht) bzw. ich drehe den Fokusring nicht bis zum Anschlag, denn der geht meist über „Unendlich“ hinaus, sondern bleibe mit der Markierung etwas vor „Unendlich“ stehen.

Den Weißabgleich stelle ich auf „Wolkig“. Das entspricht etwa einem Wert von 6000 Kelvin. Steht der Weißabgleich auf „Automatisch“, so versuchen manche Kameras, den Blaustich herauszurechnen.. und das ist ja nicht das, was ich will !

Wer natürlich in RAW fotografiert (und das kann ich jedem nur anraten), der kann den Weißabgleich natürlich auch später am Computer verlustfrei ändern.

Da ich die Werte wie ISO, Blende und Belichtungszeit selbst bestimmen will, steht die Kamera natürlich im manuellen Modus (M).

blauestunde

Die Blende wähle ich immer so zwischen 8 und 16 (Blende 16 erzeugt z.B. bei Strassenlaternen die sternförmige Korona). Den ISO-Wert belasse ich fest auf der niedrigsten Stufe, also meist bei einem Wert von 100. Die Belichtungszeit variiert natürlich immer durch die örtlichen Gegebenheiten. Ich fange meist mit 1bis 4 sec. an und arbeite mich dann an die optimale Belichtungszeit heran (tw. bis zu 30 sec.).

Würde die optimale Belichtungszeit über 30 sec. liegen, so würde ich die ISO-Empfindlichkeit lieber verdoppeln, um die Belichtungszeit zu verkürzen. Denn bei langen Belichtungszeiten erhöht sich die Wärme des Sensors und es kann ein sogenanntes Bildrauschen auftreten.. und das vermeide ich möglichst !

Blaue-Stunde-Meer

Ob man mit Spiegelvorauslösung oder im Live-View-Modus arbeiten möchte, muß jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst nutze beide Möglichkeiten eher selten.[/text_block][/op_liveeditor_element]

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